Guns and Robots im Spieltest

Guns and Robots - Review - Thumpnail
6.5 Overall Score
Grafiken: 7/10
Gameplay: 7/10
Sound: 6/10

Netter Humor und künstlerischer Stil |sehr cooles Roboterbausystem

Vielleicht etwas zu lässig für einige | Karten-/ Modiwahl ausschließlich zufällig


Fast jeder liebt Roboter und wir sind auch nur einfache Menschen wie ihr, deshalb lieben auch wir Roboter. Wenn also ein Entwickler ein Spiel hervorbringt, bei dem man seinen eigenen Roboter bauen und jedes einzelne Modul seiner wundervollen (oder schrecklichen) Schöpfung anpassen kann, um damit gegen Roboter anderer Spieler in den Kampf zu ziehen, wer könnte da schon widerstehen? Wir ganz sicher nicht und deshalb war es für uns auch allerhöchste Zeit, mal bei Guns and Robots, dem Roboterbau-MMOTPS der Masthead Studios vorbeizuschauen.

Auf der Unity-Engine basierend, erfordert das Spiel den Download eines Clients von vernünftiger Größe und das Erste, was man beim Betreten des Spiels zu Gesicht bekommt, ist ein schnelles, einfaches Tutorial, das einem die Grundlagen der Steuerung während des Kampfes näherbringt und erklärt, wie man den spielinternen Shop nutzt und seinen Roboter anpasst. Dann erhält man seine erste Maschine, ein rostiges, lustiges Teil, eine Ladung Credits, die Spielwährung, und ein paar Sparkles, die Premiumwährung.

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Ohne zu zögern, betätigten wir den großen roten "Battle"-Button und begaben uns sofort ins erste Gefecht. Leider scheint dies der einzige Weg zu sein, auf dem man spielen kann; es gibt keine Möglichkeit, Karte/ Modus oder andere Einstellungen wählen (falls doch, haben wir keine Option dafür bemerkt). Folglich ist man auf die zufällig Wahl festgelegt.

Auf jeden Fall fällt einem als Erstes der humorvolle, cartoonartige künstlerische Stil ins Auge. Fast jedes Roboterteil besteht aus Kisten, Dosen, Recyclingmaterial, rostigen Eisenteilen oder allen möglichen Geräten und Elektronikteilen und so gestaltet, dass es schrullig und komisch aussieht. So findet man z.B. hühnerartige Beine oder eine Kopf, der einem stereotypischen, alten Militärgenerals ähnelt, oder ein Fahrgestell, dass wie ein Piranha aussieht. Diese Art Humor ist überall zu finden, sogar in den Beschreibungen der Einzelteile und wird euch wahrscheinlich mehr als einmal zum Lächeln bringen.

Das Steuerungssystem ist einfach und intuitiv: Man nutzt die klassische Kombination der Tasten W, A, S, D und der Maus, um zu zielen und sich zu bewegen; die linke Maustaste ist zum Abfeuern der Waffen auf der linken Seite des Roboters, die rechte dementsprechend zum Abfeuern der Waffen auf der rechten Seite. Die Shift-Taste kann zum Sprinten genutzt werden, was zu Lasten der Batterie geht.

Als unser Kampf begann, haben wir festgestellt, als wir wie verrückt auf die Leertaste einhämmerten, dass es leider keine Möglichkeit zum Springen gab und man höher gelegene Orte nur über Treppen, Sprungfedern, Aufzüge, usw. erreichen konnte. Die Steuerung ist ausreichend präzise und das Spielerlebnis ist grundverschieden und in entscheidendem Maße davon abhängig, ob man eine leichten, schnellen Roboter nutzt oder einen, der schwerfällig und stark gepanzert ist.

Ein sehr interessanter Aspekt ist, dass jedes Einzelteil des Roboters seinen individuellen HP-Pool und Trefferbox hat, sodass man auf ein EInzelteil zielen und es schädigen kann, bis es zerstört ist und nutzlos wird. Sobald die Gesamt-HP-Menge auf Null sinkt, ist der Roboter zerstört. Das bedeutet, dass man während des Gefechts seine Waffen verlieren kann. Einmal hat es sogar unser Chassis betroffen und wir saßen fest, wie ein Baum, ohne die Möglichkeit, uns zu bewegen, konnten aber noch schießen - merkwürdig, aber in der Tat interessant. Auch das Schießen verbraucht wie das Sprinten die Energie der Batterien, die sich mit der Zeit wieder aufladen.

Die Karten sind im Allgemeinen gut gestaltet und voller netter, lustiger Details. Sie reichen vom Garten eines Vorstadthauses bis zu einer Mine mit Wild West-Flair, einem östlichen Tempel und mehr. Es gibt auch unterschiedliche Spielmodi, z.B. das typische Team-Deathmatch und eine Art Capture-the-Flag.

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Indem man ein Match abschließt und auflevelt, verdient man Credits, Upgrade-Materialien und gelegentlich Sparkles. Mit den Credits kann man unterschiedliche Roboterbauteile kaufen. Zumindest anfangs ist das Angebot der wesentlichen Roboterteile nicht gerade umwerfend breit (keine Ahnung, ob man später Zugang zu mehr Dingen erhält), was einem jedoch die Möglichkeit bietet, mit der Zeit mit unterschiedlichen Bauformen, Waffen und Roboterarten zu experimentieren. Bei Sparkles handelt es sich um die Premiumwährung, mit der man die Zahl der Inventarplätze erhöhen und die man in Credits umwandeln kann.

Beim Roboterbau handelt es sich um eines der wahrscheinlich besten Dinge im Spiel. Man kann nicht einfach nur eine Waffe kaufen, sondern muss sie selbst herstellen, indem man den "Arm" des Roboters wählt, an dem sie befestigt werden soll, sowie den Gewehrlauf. Genauso funktioniert es bei Körper und Maschine sowie Chassis und Batterien. Jedes Einzelteil besitzt seinen eigenen Attribute und Eigenschaften wie Batterieverbrauch, Geschwindigkeit, Kraft, Schadensart, etc. Und wir müssen zugeben, das es sehr unterhaltsam ist, mit all dem zu experimentieren und eine einzigartige Kampfmaschine zu schaffen, die zum eigenen Spielstil passt.

In grafischen Dingen darf man keine hochmodernen Grafiken erwarten; das Spiel ist einfach und leicht, aber cool. Und wie bereits zuvor erwähnt, ist der künstlerische Stil einzigartig und ziemlich angenehm, sehr cartoonartig und lustig.

SCHLUSSFOLGERUNG

Guns and Robots ist ein einfacher, aber unterhaltsamer Online-Shooter. Für viele Spieler mag er zu grob und lässig sein, aber er ist eine nette Abwechslung zu den überkomplizierten Spielen, die es sonst so gibt. Und wir sind sicher, dass viele Gelegenheitsspieler, die auf der Suche nach einem lustigen Spiel für kurzen Pausen sind, es mögen werden, vor allem wegen seines humorvollen Stils und dem einzigartigen Roboterbausystem.

Falls ihr mehr zu Guns and Robots erfahren möchtet, betätigt einfach den INFO-Button unten.