Exklusive Review: Knight’s Fable

6 Overall Score
Grafiken: 6/10
Sound: 5/10
Gameplay: 6/10

Nette Umgebungsgrafiken, die sich jedoch recht frühzeitig wiederholen

Sehr wenig traditionelles Gameplay, wenn man nicht einfach nur neue Ausrüstung erlangen will, um der Stärke willen stärker zu werden


Wir haben uns ein wenig Zeit genommen, Knight's Fable zu spielen, das neue browserbasierte Fantasy-MMORPG, das von Youzu Games entwickelt und in Europa von R2Games publiziert wird, Entwickler und Publisher, von denen bereits die berühmt-berüchtigten Titel League of Angels und Demon Slayer stammen. Knight's Fable fällt so ziemlich in dieselbe Kategorie wie diese beiden Titel, was Gameplay und Stil anbelangt. Wenn man die 3 Spiele nicht kennt, könnte man annehmen, es handle sich um ein und dasselbe, so viele Ähnlichkeiten gibt es.

Knight's Fable - Review - Image


Im Spiel wählen die Spieler eine von 4 verschiedenen Heldenklassen und müssen ihre Stärke steigern, indem sie Quests und Herausforderungen im PvE und PvP erfüllen, um ihren Battle Rating-Wert zu verbessern (dieser numerische Wert gibt an, wie stark man im Vergleich zu anderen Spielern und Monstern ist).

Das Spiel ist kostenlos spielbar und browserbasiert, sodass wir nach einer kurzen Anmeldung mit einem Buttonklick sofort im Spiel waren und zur Charaktererstellungsansicht gebracht wurden. Hier offenbarte sich einer der Schwachpunkte, denn es war absolut keine Anpassung welcher Art auch immer möglich. Es standen lediglich 4 vorgefertigte Charaktere/ Klassen zur Wahl und seinen Namen konnten man festlegen - und das war's.

Zu den 4 wählbaren Klassen gehörten der Ritter, Magi, Kämpfer und Spiritus. Allerdings gab es innerhalb des Spiels keinerlei Infos dazu, wozu diese Klassen fähig waren und worin sie sich unterschieden - kein Text, keine Hover-Information. Also müssen sich die Spieler auf der offiziellen Website erkundigen, um etwas über die Klassen zu erfahren. Da wir nicht zu verlieren hatten, nahmen wir einfach den Kämpfer, weil... nun, warum eigentlich nicht?

Knight's Fable screenshots (1) Knight's Fable screenshots (2)


Bei unserem Video der ersten Eindrücke wurden wir von der unglaublich hohen Geschwindigkeit überwältigt, mit alles an uns vorüberzog: die Ladebildschirme, die narrativen Dialoge, Pop-ups, Belohnungen, so ziemlich alles geschah in blitzartiger Geschwindigkeit - zu schnell, als das man es hätte aufnehmen können, sodass wir uns in einem kostanten Bombardement der Eindrücke und Gefühle befanden.

Sobald man das Spiel betrit, ist es schlicht eine Sache des Anklickens der "next"-Buttons, wie es bei dieser Art Spiel üblich ist: Man bekommt einen Quest, für den Man mit einem NPC sprechen muss (in diesem Fall ein Typ namens Chet), klickt den Link und wird automatisch zu ihm gebracht. Er erteilt einem dann einen Quest, woraufhin man wieder einen Link anklickt und automatisch an den entsprechenden Ort reist. Dort muss man dann einen Link aktivieren, um automatisch gegen eine dämonenartige Kreatur zu kämpfen (oder unterschiedliche Varianten, denn es scheint sich um eine Geschichte von Himmel gegen Hölle zu handeln, aber die Dinge geschehen so schnell, dass sich dies manchmal schwer sagen ließ).

Der Kampf ist ebenfalls automatisiert; man beginnt einen Kampf und sieht zu, wie sein Charakter und der Gegner abwechselnd komplett automatisierte Angriffe ausführen und ist dabei auf keinste Weise involviert. Im gesamten Spiel geht es grundsätzlich darum, seinen Helden aufzubauen und zu bestimmen, welche Angriffe er in welcher Reihenfolge im Kampf ausführt, der eigentliche Kampf wird jedoch vom Computer ausgetragen und das Ergebnis automatisch ermittelt.

Nach jedem Kampf erhält man eine Punktzahl und eine Bewertung, "Perfect" ist dabei das Höchste, was man erreichen kann. Außerdem verdient man EP, Münzen und manchmal Gegenstände in Abhängigkeit davon, wie gut man war. Wir haben es letztlich in all unseren Kämpfen nicht geschafft, mit "Perfect" beurteilt zu werden. Dabei hätten wir zu diesem Zeitpunkt nichts weiter tun können, um unseren Charakter zu verbessern, und habne fast jeden Gegner, auf den wir trafen mit einem einzigen Schlag getötet, sodass die Schlachten sowieso komplett überflüssig waren.

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Wie es typisch bei dieser Art Spiel ist, gab es jede Menge aufblitzender Icons, die uns veranlassten, sie auszuprobieren. So holten wir eine tägliche Belohnung ab, sammelten Belohnungen, weil iwr eine bestimmte Zeit gespielt hatten, etc. EP wurde uns sprichwörtlich nachgeworfen und so hatten wir nach nur 15 Minuten bereits Stufe 10 erreicht, was beunruhigend ist, wenn man bedenkt, dass die Stufenobergrenze in der offenen Betaphase bei Stufe 60 liegt.

Alle paar Stufen werden neue Features zugänglich, was uns merkwürdig erschien, denn man hätte sie auch gleich von Beginn an zugänglich machen können, da man ja eh so schnell in den Stufen aufsteigt und dann sowieso recht früh Zugriff auf jede Menge von ihnen hat, ausgenommen die Features/ Inhalte für höhere Stufen.

Diese Art Spiel liebt man entweder oder man hasst es und auch bei diesem Exemplar wird der Markt sicherlich geteilter Meinung sein. Es gibt keinen Zweifel, dass sie bei vielen MMORPG-Spielern extrem beliebt sind, aber andere fühlen sich bei dieser ständigen Klickerei eher als Zuschauer als als Spieler.

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