Game of Thrones: Ascent im Spieltest

6.5 Overall Score
Grafiken: 6/10
Gameplay: 7/10
Performance: 7/10

Gute Grafiken & Originalmusik aus der TV-Serie | fesselnde Quests & alternative Perspektive zu den Ereignissen der Serie.

Fundamentale Mechaniken sind nicht so interessant wie der Rahmen und die Handlung | ein paar Grafikfehler, wenn man neu lädt oder sich wieder ins Spiel hineingeht.


Am vergangenen Wochenende haben wir einen etwas umfangreicheren Spieltest des kostenlos spielbaren Browser-RPGs Game of Thrones: Ascent gemacht - schaut euch auch unser Video der ersten Eindrücke an. Es ist eine spannende Mischung aus RPG und Reichsaufbau- Strategie in Kombination mit einem zusätzlichen Hauch von Wähle dein eigenes Abenteuer und wie kein anderes Spiel, das wir bisher gespielt haben.

[Warnung: Dieser Artikel beinhaltet unvermeidliche Vorwegnahmen zu Staffel 1/ Buch 1 von Game of Thrones/ Ein Lied aus Eis und Feuer]

Wie zweifellos schaus aus dem Titel ersichtlich ist, basiert das Spiel auf der Romanreihe Ein Lied aus Eis und Feuer von George R. R. Martin bzw. für jene, die nur die TV-Adaption kennen, auf Game of Thrones. Die Spieler werden in das Reich von Westeros und darüber hinaus an den Beginn der ersten Buches/ der ersten Staffel versetzt, wo Robert Baratheon als König des Eisernen Throns herrscht und nachdem sein königlicher Berater John Arryn gestorben ist nach Winterfell reist, um Ned Stark für diese Rolle zu ernennen.

Game of Thrones Ascent screenshot 2 Game of Thrones Ascent screenshot 3


Wir haben uns das Spiel mit absoluter Vorsicht und einem beklommenen Gefühl angesehen, denn wir hassen Vorwegnahmen über alles und waren anfangs nicht sicher, wo auf dem Zeitstrahl der Serie das Spiel angesiedelt ist. Gott sei Dank ist es ziemlich früh angesiedelt, jedoch würden wir jedem, der mit dem Anschauen der Fernsehserie oder dem Lesen der Bücher ein bisschen hinterher, empfehlen, das Spiel für eine Weile außen vor zu lassen, da es sich um viele der Schlüsselereignisse dreht, die die Serie ausmachen. Man spielt wie alle anderen einen neu ernannten Lord, der über sein eigenes Adelshaus herrscht und am Rande exisiert.

Sobald man das Spiel beginnt, muss man den Namen seines Lords oder seiner Lady wählen, der/ die der Kopf des neuen Adelshauses sein wird. Man kann auch sein eigenes Banner designen und seine eigenen Besitztümer kontrollieren und benennen. Damit beginnt das anfängliche RPG-Element des Spiels und die Spieler können beginnen, in die Welt einzutauchen und ihren Platz unter einigen der anderen berühmten Adelshäuser im schließlichen Anspruch auf den Eiserenen Thron einzunehmen. Beim Aufstieg in den Stufen erlangt man Zugang zu weiteren Features; wir konnten uns recht früh einem der 9 überlebenden großen Adelshäuser während dieser Zeit anschließen (Stark, Greyjoy, Lannister, Baratheon, Martell, Tully, Arryn, Tyrell and Targaryen) und da wir eine Neigung zu Tunichtguten haben, entschieden wir und für das Haus Lannister (Buh! *pfeifen*).

Jedes Haus hat seine eigenen Vorteile und einen Talentbaum, die den Spielern gebpten werden; in unserem Fall erhielten wir von den Lannisters als der reichsten Familie in Westeros Goldminen und Möglichkeiten, unser Einkommen zu steigern. Die Wahl des Hauses bestimmt auch, mit welchen Charakteren man direkt in Interaktion tritt sowie den Haupthandlungsbogen, der sich für einen entfaltet. Wir sind bei einer Mission auf Tyrion Lannister getroffen, haben König Roberts Zug nach Winterfell begleitet, als er sich dorthin begab, um Ned Stark zu treffen, und haben die Königin und den Königsmörder in einer kompromitierenden Position im Wald überrascht.

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Eines der primären Prinzipien dreht sich darum, dass man Aufgaben, Quests und Missionen von allen möglichen NPCs erhält und der Spieler entscheiden kann, wie sein Haus mit der Situatiuon umgehen möchte. Dazu hat man meist 3 unterschiedliche Wahlmöglichkeiten, für die man Belohnungen erhält und die einen Schritt in Richtung der eigenen Ausrichtung (siehe unten) sind. Dies ist das primäre RPG-Elemente des Spiels, einige Optionen ermöglichen den Spielern, ein bisschen tiefer zu gehen und mehr Informationen zu erlangen, um einfach ein bisschen mehr Kunde zu entdecken und mehr in die Handlung und den Rahmen einzutauchen. Dabei gibt es Aufagben wie z.B. mit einem Deserteur der Nachtwache umgegangen werden oder um die Diplomatie mit anderen Hausvorständen und jede Option dreht sich für gewöhnlich um den Rat von einem der eigenen NPC-Berater.

Es gibt 3 unterschiedliche Ausrichtungen und die Spieler wechseln auf der Gundlage ihrer Entscheidungen bei den Missionen und durch die Aktionen, die sie ausführen zwischen den beiden gegensätzlichen Prinzipien: die Alte Art oder die Neue Art, Familie oder Reich, gewieft oder ehrlich. In erster Linie ist die Ausrichtung einfach ein Rollenspielinstrument, das uns ermöglichte, andere Spieleradelshäuser unter die Lupe zu nehmen und herauszufinden, welche Spieler ähnliche Prinzipien teilen könnten und in Zukunft als Verbündete in Frage kämen. Allerdings kann die eigene Ausrichtung hin und wieder auch einzigartige Ereignisse/ Missionen auslösen und unterschiedliche Belohnungen bieten. Da wir uns auf die Alte Art, das Reich und gewieft konzentrierten, bedeutete dies, dass wir Aktionen bei den Aufgaben unternahmen, die dies reflektieren, und so die Handlung in eine bestimmte Richtung vorantrieben.

Abgesehen vom Handlungselement konzentrieren sich die Mechaniken in erster Linie auf das Erlangen von Ressourcen, entweder durch Quests oder eigene Produktionsgebäude, die man freischalten muss, wenn man in den Stufen aufsteigt, und mit Silber kaufen muss. Wir nutzten sie, um verschiedene Ressourcen und Gegenstände (z.B. Waffen und Rüstung in der Schmiede) zu produzieren, die man handeln, in Quests nutzen oder einem bestimmten Schwertbruder zuweisen kann.

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Die Schwertbrüder repräsentieren das Haus im Vergleich zu den NPC-Beratern, die die Spieler ebenfalls erlangen, auf eine Weise, die sich besser verwalten lässt. Sie werden mit Silber und Gold und verfügen über unterschiedliche Grundattribute, die sich auf Kampf, Handel und Intrigen beziehen, was einen Einfluss darauf hat, wie sie verschiedene Missionen und Aufgaben handhaben. Neben ihren Grundattributen können die Schwertbrüder mit verschiedenen Gegenständen ausgerüstet werden, um sie zu verbessern. Der grundlegende Schwertbruder, den wir uns leisten konnten, war ziemlich armselig, auch wenn sie in den Stufen aufsteigen und ihre Fertigkeiten durch erfolgreiche Missionen verbessern. Allerdings erhielten wir, da wir uns während der Erweiterung "Fire und Blood" anmeldeten, eine Drachenfigur von legendärer Qualität, wodurch wir für die Anfangsquests absolut übermächtig waren. Ohne diesen Gegenstand wären die Missionen vielleicht bedeutend härter gewesen, jedoch braucht man im späteren Spielverlauf mehrere Schwertbrüder, da man für manche Missionen Stunden (und sogar Tage) braucht, um sie abzuschließen, und so bekamen wir langsame eine Ahnung davon, wie hart diese Quests ohne unseren epischen Gegenständ sein könnten. Einer unserer frühen Waffenbrüder verlor einige seiner Kampfauseinandersetzungen und kehrte deshalb mit mehreren Wunden zurück und wenn man diese nicht heilen ließ und er entsprechend weitere Wunden davon tragen würde, könnte der Waffenbruder sogar sterben.

Wir konnten das Endspiel zwar nicht erleben, aber dieses konzentriert sich mehr auf PvP, das Bilden von Bündnissen unter den Häusern anderer Spieler und das Ausführen von Missionen gegen diese mit seinen Waffenbrüdern oder das Stattfinden größer Allianz-gegen-Allianz-Schlachten. Es gibt eine umfangreiche Handlung, die die Spieler abschließen, wenn sie im Spiel voranschreiten. Diese enthüllt viele größere Handlungsstränge innerhalb der Serie, denn deren Charaktere werden zu politischen Schlüsselfiguren im Kampf um den Eisernen Thron.

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Uns hat das Spiel überraschend gut unterhalten, auch wenn die Systeme und Mechaniken eher ein bisschen grundlegend sind, war es für ein browserbasiertes Strategiespiel recht angenehm, obwohl unsere Freude in erster Linie durch den Rahmen und die Handlung zustande kam und weniger durch die tatsächlichen Features und Funktionen, zu denen wir Zugang erlangen; dies halten wir für das größte Problem bei diesem Spiel. Ohne das Game-of-Thrones-Franchise dahinter, sind wir nicht sicher, wie interessant das Spiel gewesen wäre, für uns bestand der Spaß darin, einige der Schlüsselcharaktere zu treffen, von denen wir gelesen und die wir in der Serie gesehen hatten, wichtige Orte zu besuchen und an einigen Schlüsselereignissen teilzunehmen. Wenn man die Bücher nie gelesen oder die Serie gesehen hat, wird das Spiel die Hauptereignisse schlicht vorwegnehmen und die Nebenereignisse weglassen, ohne die volle Tiefe zu haben, mit denen sie die Bücher und Fernsehserie sie darbieten. Wenn man die Serie gelesen/ gesehen hat, dann weiß man bereits alles, was passieren wird und man spielt lediglich dafür, das Erlebnis zu haben, ein eigenes Adelshaus zu dieser bestimmten Zeit innerhalb dieses bestimmten Rahmens zu sein und unserer Meinung nach ist das ein ziemlichen Nischenzielpublikum. Das Artwork ist großartig und erzeugt eine ziemlich gute Atmosphäre, die Musik ist direkt aus der TV-Serie, sodass ein sehr immersives Erlebnis entsteht (für jene, die die Fernsehserie gesehen haben) und so würden wir trotz unserer Vorbehalte sagen, dass, vorausgesetzt ihr habt die Serie gelesen/ gesehen, das Spiel es wert ist, es einmal auszuprobieren.