Exklusive Review: Zombies Ate My Pizza

7 Overall Score
Gameplay: 7/10
Grafiken: 7/10
Sound: 7/10

Spaßiges, schnelles Gameplay | leichter Einstieg, lässig genug, um es aufzugreifen und loszuspielen

Extrem kurze Levels | zu viele Grafikstile, auch wenn sie einzeln betrachtet gut sind


Zombies Ate My Pizza ist ein neuer MMO-Shooter von Reality Squared Games (R2Games), den Entwicklern und Publishern von Titeln wie League of Angels, Demonslayer and Magic Barrage. Zombies Ate My Pizza (ZAMP) ist ihr neustes Spiel, das kürzlich in die offene Beta-Testphase übergegangen ist und uns so ermöglicht, es einmal auszuprobieren und uns eine Meinung zu bilden.

Das Spiel ist komplett browserbasiert und nach einer schnellen Anmeldung konnten wir direkt mit dem grundlegenden Tutorialmodus ins Spiel starten. Dieser erklärt die meisten Dinge, die man wissen und lernen muss durch verschiedene "Quests", bei denen man auflevelt und neue Features freischaltet.

Zombies ate my pizza screenshot (2)


Was die Story anbelangt, bleibt man zu Beginn des Spiels völlig im Dunklen - auch auf der Website gibt es dazu keine Hinweise, aber wir hatten ja wenigstens ein paar Fakten aus einer Pressemitteilung... Gemeine außerirdische käferartige Kreaturen sind auf der Erde gelandet und haben die Menschheit mit einem Virus infiziert, der sich schnell ausbreitete und ein Art Apokalypse auslöste. Dieser Virus verwandelt das menschliche Gehirn in eine "schwammige Masse" und macht sie im Grunde zu Zombies, die andere Menschen für riesige Pizzastücke halten, die darauf warten verspeist zu werden. Über die ganze Welt verteilt, regt sich Widerstand, Milizen bilden sich, um diese geistlosen, Pizza verschlingenden Kreaturen auszulöschen. Ja, ihr habt richtig gelesen! Es handelt sich definitiv um einen merkwürdigen Hintergrund, wegen der humorvollen Natur des Spiels und den ständigen Pizzareferenzen funktioniert es aber irgendwie.

Zombies ate my pizza screenshot (5)


Das Spiel ist ziemlich schnell und actiongeladen und alles dreht sich darum, mit einem Linksklick der Maus unter ständigen Automatikfeuer auf feindliche Mobs zu schießen und und sich mit den Tasten W, A, S, D umherzubewegen. Die einfache Steuerung und die 3D-Sidescrolling-Grafiken ließen sich leicht für Tablets und Mobilgeräte nutzen, sodass es uns überraschen würde, wenn wir das nicht irgendwann zu sehen bekommen würden.

Die Spieler bewegen sich mit einer Vielzahl an Waffen uns Angriffsfähigkeiten durch die Levels und bekämpfen Monster, die schrittweise stärker werden und slebst ebenfalls neue Fägigkeiten erlangen, z.B. weitreichende Angriffer oder extrem schnelle hundeartige Zombierudel oder Bosse mit einzigartigen Angriffen.

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Die Levels sind instanzbasiert und man wechselt ständig zwischen dem Queststützpunkt, wo man mit NPCs spricht, um den nächsten Quest zu erhalten oder seine Ausrüstung verbessert, und den eigentlichen Kampflevels, die zwar totalen Spaß machen, aber EXTREM kurz sind.

Mit hoch explosiven Utensilien und dem großen Flächenschaden, den manche ANgriffe anrichten können, sind einige Levels in ungefähr einer Minute abgeschlossen, bevor man wieder zurück zum Queststützpunkt gebracht wird,. um den Quest einzureichen. Dies ist ziemlich nervig gewesen und uns hätte es viel besser gefallen, wenn es die Möglichkeit gäbe, sofort zur nächsten Zone gebracht zu werden.

Nachdem man ein paar Levels erledigt hat, tritt man gegen den Zonenboss an und sobald dieser besiegt ist, wird die nächste Zone zugänglich und die Handlung setzt sich fort und informiert einen irgendwann vielleicht auch mal, was zur Hölle eigentlich vor sich geht.

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Die Spieler können neue Ausrüstung kaufen, sie aufrüsten und verbessern, um ihr Kampf-Ranking zu verbessern, die genaue Bedeutung dessen blieb und jedoch unklar. Jedem, der bereits einen anderen R2Games-Titel gespielt hat, wird das System sicherlich ziemlich bekannt vorkommen: Es gibt dieselben täglichen Belohnungs-Pop-ups, Auto-Routing-Quests und ähnliche Premium-Cash-Angebote sowie die typische "Benotung" nach dem Abschluss einer Zone, um den Spieler mitzuteilen, wie gut sie waren. Das Gameplay ist jedoch komplett anders als in zuvor herausgebrachten Spielen des Unternehmen und tatsächlich mit ziemlich viel Spaß verbunden, ohne dass man sich Abschinden muss wie in einigen anderen Spielen. Zumindest für uns ist es das bisher wahrscheinlich beste Spiel von R2Games.

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Die Grafiken sind etwas merkwürdig. Die Zombie-Charaktere sind extrem cartoonhaft (und erinnern uns ganz ehrlich an Plants vs. Zombies), ebenso die Level-Hintergründe. Dies harmoniert sehr gut zusammen und ergänzt das humorvolle Flair im Spiel. Die Dialog-Pop-ups der NPCs und das dazugehörige Artwork scheinen nicht wirklich zu diesem Stil zu passen, denn sich sehen deutlich mehr nach Manga aus, während die menschlichen NPCs/ Spielergeister einen Chibi-Look aufweisen. Diese unterschiedlichen Stile passen nicht wirklich zu sammen.

So ähnlich ist es mit der Musik. Diese ist zwar recht gut gemacht und stark, liegt aber nicht auf derselben Wellenlänge mit dem humorvollen Ton der ständigen Pizzawitzeleien (die ersten NPCs, auf die man trifft, sind alle nach Käsesorten benannt). Die ist zwar kein absoluter Abturner und bedeutet sicherlich nicht das Ende der Welt, aber ein gewisser Zusammenhang fehlt eben.