Exklusive Review: DarkOrbit Reloaded

6 Overall Score
Grafiken: 7/10
Gameplay: 6/10
Sound: 6/10

Eine leicht zu begreifende Steuerung und das einfache und intuitive Interface mit hervorragend grafisch gerenderten atmosphärischen Hintergründen erwecken das Spiel wirklich zum Leben.

Der anfängliche Kampf ist ein bisschen zu einfach und manchmal nicht fesselnd genug, um wirklich den Wunsch zu wecken, weiterspielen zu wollen, fühlt sich nach traditionellem MMO-Grinding an.


Wir haben kürzlich einen Blick auf das kostenfrei spielbare Browserspiel DarkOrbit Reloaded geworfen, die Point & Click-Weltraum-Shooter-MMO-"Fortsetzung" von Bigpoint. Das Spiel ist weniger eine Fortsetzung als vielmehr eine Überarbeitung des Originaltitels, womit ein paar Probleme und Features bereinigt wurden, die der ursprünglichen DarkOrbit-Community am Herzen lagen. Mit dem Feedback seiner Spieler hat das Studio das Spiel überarbeitet, um es zu verbessern und die allgemeine Zugänglichkeit für neue Spieler zu verbessern.

DarkOrbit Reloaded screenshot (2)

Eine der großen neuen Veränderungen ist die allgemeine Benutzeroberfläche, die sich unserer Meinung nach ziemlich leicht bedienen lässt und nicht zu aufdringlich ist. Das ist etwas, wovon viele MMOs definitiv lernen könnten: Kein halbes Dutzend ständig aufblinkender Items, die einen dazu verleiten sollen, Dinge im Shop zu erwerben. Der Anblick war einfach und gepflegt, aber je tiefer man in ein bestimmtes Menü eintauchte, desto leichter wurde erkennbar, wie an sich komplex das Spiel potenziell sein kann, wenn die Spieler vertrauter mit den grundlegenden Systemen werden.

Neben der neuen Benutzeroberflächje gab es eine grafische Überarbeitung: hochauflösende Browsergrafiken, die an den richtigen Stellen wirklich glänzen. In unserem Video haben wir ein paar mal die wunderbar aussehenden Hintergründe im All kommentiert, durch die man fliegt, im Grunde riesige, veränderliche Bildschirmhintergründe mit ein paar dynamischen Effekten wie plötzliche Lichtstrahlen, die von einem Stern ausgehen, der hinter einem Planeten auftaucht. Wirklich nette Kleinigkeiten, um ein relativ statisches Bild zum Leben zu erwecken. Unser einziger Kritikpunkt bei den Grafiken sind die nicht ganz zusammenpassenden Stile der gerenderten Hintergründe und der pixeligeren Raumschiffe sowohl der Spieler als auch der Gegner, dies passt einfach nicht so so gut zusammen, wie es könnte. Die Explosionseffekte sind aber in der Tat ziemlich ordentlich.

Obwohl wir nur die Oberfläche der Handlung angekratzt haben, fühlten wir uns tatsächlich, als wären wir in der Mitte von etwas Großem, als wir unseren Platz in der Mars-Mining-Operation einnahmen, die irgendwie gegen das gesamte Universum antrat, sowohl feindliche Eindringlinge als auch rivalisierende Fraktionen.  Bei nur einem kurzen Einblick und einem 30-minütigem Spiel bei unserem Test konnten wir nicht allzu tief in diese Beziehung eintauchen, aber unserer Meinung nach ist da einiges an Potenzial.

DarkOrbit Reloaded screenshot (3) DarkOrbit Reloaded screenshot (4)

Die Quests im Spiel waren nicht so spaßig, wie sie hätten sein können. Die Missionen bestanden hauptsächlich aus "Begib dich zu diesem Ort und vernichte eine Anzahl X feindlicher Raumschiffe und kehre zur Basis zurück", nur, um danach etwas ziemlich Ähnliches bei der nächsten Mission zu machen, nur dass man sich dabei etwas weiter von der Basis entfernen musste. Wo die Handlung versuchte, einen zu ergreifen, war der Quest selbst etwas weniger fesselnd und ließ nicht den Eindruck entstehen, dass viel Action darin involviert war, da die feindlichen Schiffe extrem schwach und zahlreich waren, was uns, wenn man es auch in einem Tutorial/ einer Anfangsstufe eines MMOs erwartet, dennoch etwas sinnlos vorkam.

Der Kampf war extrem leicht und bestand aus Linksklicks auf das gewählte Ziel und das Anschlagen der Hotkeys, um Laser oder Raketen abzufeuern. Die Laser waren Waffen, die man aktiviert und dann automatisch weiterhin abschießt, bis man sie deaktiviert, während man die Raketen einzeln abfeuern musste. Dies war zunächst nicht offensichtlich und so überhäuften wir die Laser mit Befehlen, weil wir dachten, man müsste den Knopf immer wieder drücken, und nicht bemerkten, dass wir das automatische Feuer einfach nur an und wieder ausstellten... Der Schaden, den die feindlichen Schiffe verursachten war minimal und sie fühlten sich zu keinem Zeitpunkt wie eine Bedrohung an, selbst wenn man von einem halben Dutzend von ihnen umringt war. Wir sind zwar dafür, dass Tutorials etwas einfacher sind, aber dennoch ist es nett, von Anfang an eine kleine Herausforderung zu haben.

DarkOrbit Reloaded screenshot (5)

Es scheint, als gäbe es viele vorhandene Möglichkeiten für Upgrades und Anpassung. Wir haben einen Vorgeschmack des Crafting-Systems erhalten, als wir unser Erz verfeinerten, das wir auf unseren Reise gesammelt oder von vernichtetetn Feinden erbeutet hatten, und es in nutzbatre Gegenstände verwandelten, um unsere Waffen zu verbessern. Das System sehr gut ausgestaltet und umfassend genug, um selbst kompetitivere/ Hardcore-Spieler bei der Stange zu halten. DarkOrbit Reloaded ist zwar von recht lässiger Natur und grundlegend einfach zu spielen, aber es nicht die Art Spiel, in dem man vorwärtskommt, ohne Zeit zu investieren; so sollte es sein.





 

2 Comments - "Exklusive Review: DarkOrbit Reloaded"

  1. konian 23/06/2014 at 14:42 -

    Das selbe Problem wie bei tausenden anderen Browsergames auch! Sobald du als Newbe keinen Schutz mehr hast (ersten zwei Sternensysteme) dann komt irgendwer – EIN SCHUSS – und du bist zerstört. Kein Quest, keine Meldung einfach nur BOOOM und weg bist du! Keine Ahnung wieso die Spielemacher von Browsergames (zumindest in diesem Genre) alle die gleichen Fehler machen.

  2. Andi 26/09/2015 at 10:05 -

    Dieses Spiel ist einzig und alleine dazu da Spielern das Geld aus der Tasche zu ziehen.
    Vorsicht durch den Aufbau Rangpunkte, Ehre entsteht ein gewisses Suchtpotenzial das manchen eine Investition von ca. 15.000 Euro wert ist (nach zu lesen bei Wikipedia).
    Dazu kommen noch jede menge Fehler, Bugs, Cheater, Automatenprogramme die von Usern genutzt werden. Support ist hier absolut untätig und überfordert. Beschwerden werden abgeblockt mit nichtsaussagenden Textbausteinen.
    Nach dem vorwurf an den Support Inkompetent und Arrogant zu sein wurde einfach mein ACC gesperrt.
    Fazit: Umsonst Spielen wird gelockt wirklich Spielen nur durch Investition von viel Geld oder Zeit und ansonsten Mund halten und Zahlen. Rechte vom Kunden Fehlanzeige