Exklusive Pressetour durch Planetside 2

9 Overall Score
Grafiken: 9/10
Spielverlauf: 9/10
Handlung: 5/10
Wir hatten das große Glück, zu einer Tour für die Spielepresse durch Planetside 2 eingeladen worden zu sein. Dabei wurden wir Maggie Krohn, Spieldesignerin bei Sony Online Entertainment, vorgestellt, die auf unserer Reise in die Welt von Auraxis unser persönlicher Führer war.

In unserer Skypekonferenzschaltung wurden wir eingeladen, uns ins Spiel einzuklinken und die Konferenzschaltung zu schließen. Warum? Weil Planetside 2 sein eigenen, eingebauten VOIP-Kanal besitzt, über den die Spieler direkt miteinander sprechen können. Es gibt einen Proximity-Chat sowie einen privaten Gruppen-Voice-Chat. Nach einer kurzen Organisationsphase (bzw. Disorganisationsphase um genauer zu sein) hatten wir endlich alle unsere Charaktere zusammen in der gleichen Fraktion (Vanu Sovereignty), auf demselben Server und in einer Gruppe.

 



Nachdem wir unsere Klassen gewählt hatten, wurden wir von Maggie (“SOEMaggieK” im Spiel) zu einer Fahrt in ihrem unzerstörbaren “Dev-haxxed”-Raumschiff eingeladen, bei der sie uns von Außenposten zu Außenposten führte und etwas Vanu-Stolz verbreitete. Wie ihr im Video sehen werdet, haben wir komplett versagt, was aber keine große Überraschung war, da das Team aus Spielern bestand, die es bisher kaum gespielt hatten. (So ging die Hälfte der Tode, die ich gestorben bin auf die Kappe der Panzer meiner eigenen Fraktion, die mich überrollten.)

 



Die Reise mit kurzen Zwischenaufenthalten gab uns einen Einblick in viele verschiedene Aspekte des Spiels, vor allem aber in den Flug, denn nur über die Luftlinie kommt man auf der weit ausgedehnten Karten herum. Verglichen mit der Fahrt auf meiner Flash (das Quadvehikel) ist das Fliegen viel einfacher. Ein kurzer Waffenkampf, als wir auf unserem ersten Außenposten landeten, zeigte uns ein bisschen einer Luft-zu-Luft-zu-Land-Schlacht, obwohl das Gebiet bereits ziemlich aufgeklärt war. Deshalb hoben wir bald wieder ab (nach einigen technischen Problemen und dem Verlust eines Gruppenmitgliedes durch Verbindungsunterbrechung).

Schnell waren wir wieder in der Luft und kamen in eine heiße Zone, in der Maggie als Gruppenleiter fungierte und wir ihren Anweisungen folgten. Als ich in ein Gebäude rannte, wurde ich das erste Mal von einem Vanu-Panzer überrollt. Ich wurde wieder zum Leben erweckt, betrat das Gebäude, kam auf der anderen Seite wieder heraus und wurde von einem zweiten Vanu-Panzer getötet, als ich das Gebäude verließ… Denkt daran, Kinder: Immer zu beiden Seiten schauen, bevor ihr die Straße überquert!

 



Von Maggie (die schlauerweise eine Medizinklasse gewählt hatte) wurden wir wieder zum Leben erweckt, sprangen danach wieder auf unser Raumschiff auf und flogen davon, kehrten dann gleich wieder zurück, als wir merken, dass ein Gruppenmitglied es nicht ins Raumschiff geschafft hatte. Wir landeten also und flogen sofort wieder los, bevor er aufspringen konnten, und kehrten noch einmal zurück. Dann konnten wir endlich mit der kompletten Mannschaft an Board zu unserem nächsten Hotspot abheben. Als einer unserer Schützen die Taste „R“ drücken wollte, um seine Waffen zu laden, betätigte er stattdessen „E“ und sprang damit aus dem Raumschiff. Zum Brüllen! Wäre das Spiel in schwarz-weiß, hätte man schwören können, es sei eine Charlie-Chaplin-Slapstick-Komödie.

Wir gelangten zu einer Anlage, die von Feinden besetzt war, und schufen uns einen Weg zum Kontrollraum. Als wir uns alle wie ein Team bewegten, bekamen wir einen Eindruck, wie toll das Spiel als organisiertes Team ist, das nach Anweisung handelt und die Funktion seiner Klassen kennt. Wir übernahmen den Stützpunkt ohne Zwischenfälle und wurden dann von einer kleinen Welle des Gegenangriffs überschwappt. Ich konnte noch für etwas Heilung sorgen, bevor ich niedergestreckt wurde und einer nach dem anderen von unserer Gruppe fiel.

 



Auf einer freundlich gesonnen Basis wieder ins Spiel zurückgekehrt, saßen wir alle auf unsere Flash-Quad-Bikes auf und bildeten unsere eigene Bikergang. Als wir davon fuhren, bemerken wir, dass einer der Fraktion schon wieder gestorben war, als er sein Bike zerschmetterte. Wir warteten draußen in der Wüste, während Maggie zurückfuhr, um ihn zu holen, als ein feindliches Luftschiff über uns hinweg flog und einen Luftangriff auf uns startete. Wir schossen doppelt so viel zurück und wurden weiter beschossen, was weitere 3 Teammitglieder tötete.

Die Basis, von der aus wir gestartet waren, war bereits eingenommen, sodass wir alle „Suizid“ begehen mussten, um uns auf einer anderen Basis wieder gruppieren zu können. Dieses Mal probierten wir die Magrinder-Panzer aus und die meisten von uns sprangen in ihren eigenen Panzer, während ich den Panzerturm eines 2-Personen-Gefährts übernahm. Nach kurzer Organisationszeit bewegten wir uns zu einem nahegelegenen Außenposten, der unter feindlicher Kontrolle war. In der Luft gab es jede Menge Action mit Hundekämpfen und feindlichen Raumschiffen, die über uns hinweg flogen, das war die perfekte Gelegenheit für mich, um ein paar Abschüsse hinzubekommen. Leider stellte sich das als ziemlich schwierig heraus, da ich die Feinde nicht schnell genug identifizieren konnte (Von der Form her konnte ich nicht erkennen, ob es sich um ein Raumschiff des Feindes oder Verbündeter handelte), hinzu kam noch ein ziemlich schlechtes Zielvermögen meinerseits. Ob dies an meiner Maschine lag oder dem Server selbst, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall arbeiten sie ständig daran, das FPS zu verbessern, was eine gute Sache ist. Dem ungeachtet betraten wir die Basis und taten das, was unsere Gruppe am besten kann: Wir starben alle. Wieder einmal.

 



Danach war das Ausprobieren des Sunderer an der Reihe, eines schweren Trucks mit 2 bemannten Geschütztürmen und Maggie am Steuer. Dieses Mal war ich nur Beifahrer. Als wir den feindlichen Stützpunkt erreichten, nahm unser Gefährt ihn schwer unter Beschuss und ich stieg zusammen mit meinem Ingenieur, den ich kaum kannte, zu einer Mission aus. Dabei hätte ich beinahe jemanden mit dem Geschützturm getötet. Ich eilte über das Schlachtfeld, als ein verbündeter Magrider hinter mir auftauchte und mich überfuhr.

Nach dem Respawn griffen wir erneut an und kamen direkt zum feindlichen Spawnpunkt (der mir unbekannt war) und uns sofort unter schweren Beschuss nahm. Ich versuchte aus dem Fahrzeug in einen Raum mit einem blauen Kraftfeld zu gelangen. Ich realisierte etwas zu spät, dass genau dort die Feinde spawnten und wurde sofort getötet. Dank unserer gottesgleichen Entwicklerin Maggie erhielt ich eine Wiederbelebung und konnte fliehen. Als ich auf einem Hügel kniete, wäre ich beinahe wieder von einem verbündeten Panzer überrollt worden, was zum Glück nicht geschah. Stattdessen wurde ich von einem feindlichen Stoßtrupp aus der Ferne mit einem Raketenwerfer getötet.

 



Von meinem letzten Tod inspiriert, wechselte ich zum Stoßtrupp, blieb aber erfolglos (was bedeutet, dass ich getötet wurde), sodass ich zum Angreifer unter Maggies Führung wechselte, mit der Absicht mit unseren Jetbacks über eine Kraftfeldmauer zu springen. Alle schienen etwas zu lange abzuwarten, so entschied ich mich, quasi als Einmannarmee anzugreifen (einer, der trotzdem von seiner Fraktion umrundet ist). Also sprang ich graziös wie eine Gazelle los und brachte die Mauer mit Leichtigkeit zum Einsturz… Dann wurde ich von einem feindlichen Panzer überrollt.

 



Ungefähr an dieser Stelle war die Zeit fast um, sodass wir Maggie noch schnell ein paar Fragen stellen mussten, bevor sie sich verabschiedete:

Ich: Haben Sie schon eine Vorstellung für einen Veröffentlichungstermin?

Maggie: Nein, bis jetzt haben wir noch keinen Termin ins Auge gefasst. Wir nutzen die Betaphase, um herauszufinden, wann wir bereit für die Veröffentlichung sind. Wir testen Dinge aus, versuchen neue Sachen, und finden heraus, wann das Spiel gut genug ist. Im Moment müssen wir uns noch um ein paar Sachen kümmern und können das Spiel für die Leute noch unterhaltsamer machen.

Ich: Gibt es wesentliche Probleme, die die Veröffentlichung verzögern? Was ist diese „große Sache“, von der ihr meint, dass sie noch einer Lösung bedarf?

Maggie: Nein, nicht wirklich. Im Moment gibt es keine großen Probleme. Ich denke, die Performance ist etwas, das wir kontinuierlich verbessern wollen, damit wir mehr Spieler ins Spiel bekommen, da wir ja kostenlos spielbar sind. Ich denke nicht, dass es momentan größere Hürden gibt. Wie Sie selbst sehen, ist das Spiel bereits spielbar. Es gibt keine große Probleme, würde ich sagen, nur Kleinigkeiten, die wir überarbeiten wollen: Balance, ganz viele Balance-Angelegenheiten, die wir noch erledigen müssen.

Ich: Wie viel trägt der Spielertest im Vergleich zum Test durch das Unternehmen zur Entscheidungsfindung bei?

Maggie: Wir haben einen kontinuierlichen Prozess, wir testen anfangs aus, ändern etwas. Die Spieler in der Beta bekommen immer den Stand von vor einer oder zwei Wochen zu sehen, sodass viele Bugs, die sie zu sehen bekommen, bereits bereinigt sind. Trotzdem nutzen wir viel das Feedback der Spieler in den Foren und schauen, wie es bei ihnen im Spiel läuft. Wir ändern das Kartenmaterial; das Leveldesign wurde drastisch geändert aufgrund der Beobachtungen der Spieler beim Spielen und der Feststellung „Oh, das funktioniert einfach nicht, da sterben eine Menge Leute an dieser Stelle und das ist nicht, was wir wollen, dass sie sich gegenseitig töten.“

Ich: Kann ich im Shop eine Jacke für bessere Sichtbarkeit kaufen, damit die Leute mich nicht mehr überfahren?

Maggie: Solange Sie die Fahrzeuge überfahren…

[An dieser Stelle, als ich bereit war für einen weisen Ratschlag, um meinem ständigen Ableben Einhalt zu gebieten, stürzte doch tatsächlich mein Spiel ab und ich bekam nie eine Antwort!]

Ich schaffte es, mich wieder einzuloggen und Maggie für dieses Erlebnis zu danken, dafür, dass sie uns herumgeführt hatte und diese unvergleichliche Geduld hatte. So oft ich im Spiel auch gestorben war und es nicht geschafft hatte, einen einzigen zu töten (0 Abschüsse: 10 Tode – von denen 5 Tötungen von Freunden waren), hatte ich doch eine wirklich vergnügliche Zeit. Man musste zwar etwas warten, um sich mit anderen zu treffen und warten, dass sie ins Fahrzeug einstiegen, aber alles im allem ist Planetside 2 auf jeden Fall ein Spiel, in das ich involviert sein werde.