Exklusiv im Spieltest: Shadowbound

Shadowbound - Review - Thumpnail
TBD Overall Score

Sieht besser aus und klingt besser als andere Spiele in diesem speziellen Genre (Heldenaufbau-MMORPGs). Großartig, wenn man diese Art Spiele mag.

Anderen Spielen zu ähnlich, viel zu automatisiert, ziemlich langweilig, wenn man keinen Gefallen an Spielen findet, bei denen man ständig mit der Maus klicken muss.


Das neue MMORPG von R2Games Shadowbound ist gerade für ein paar Tage in einem offenen Alphatest getestet wurden, sodass die Spieler die Chance hatten, es bereits in diesem frühen Entwicklungsstadium auszuprobieren. Offene Alphatests sind nicht gerade ein stark verbreitete Praxis in der Spielindustrie, deshalb entschieden wir teilzunehmen, um zu sehen, was es bei diesem Publisher neues gibt.

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R2Games verfügt über einen ständig größer werdendes Angebot an Fantasy-Heldenaufbau-MMORPGs, bei denen die Spieler daran arbeiten müssen, neue Ausrüstung, Items und üblicherweise Begleiter zu erlangen, um die Stärke ihres Charakters oder den Battle Rating-Wert zu steigern, um ihn stärker im Kampf zu machen... Shadowbound ist da nicht anders.

Wenn euch andere Spiele des Unternehmen wie League of Angels, Demon Slayer oder Knight’s Fable (wozu wir kürzlich ebenfalls einen Spielbericht veröffentlicht haben) bereits bekannt sind, könnt ihr euch entspannt zurücklehnen und dieselbe Art Spiel erwarten. Das Unternehmen scheint offenbar zu glauben, eine erfolgreiche Formel gefunden zu haben, und scheint daran nicht allzu viel ändern zu wollen.

Abgesehen von anderer Handlung, unterschiedlichen Grafiken, Spielumgebungen und hier und da ein paar Änderungen an verschiedenen Features, sind die Spiele beinahe absolut identisch, obwohl sich hinter ihnen kein gemeinsames Franchise oder IP verbirgt; sie sind lediglich sehr ähnlich, was den Spielverlauf anbelangt. Das Unternehmen und seine Spiele haben sowohl Lob als auch Kritik erhalten, einige Leute lieben die Titel, während andere das Gefühl haben, dass nicht genug getan wird, um das Gameplay ihrer veröffentlichten Spiele zu verändern.

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Es gibt fast buchstäblich nichts Neues in diesem Spiel: Es weist dasselbe, komplett automatisierte System auf, inklusive Autopfaden, automatisiertem Kampf, automatisiertem Dialog. Das Ganze ging so weit, dass wir tatsächlich für gute 5 Minuten nicht einmal Klicken musten, nachdem wir unsere Klasse gewählt hatten. Das Spiel bewegte uns vorwärts, kämpfte unsere Schlachten und nutzte dabei wie gewöhnlich lächerlich unverhältnismäßige starke Begleit-NPCs, die im Grunde alles mit einem Schlag vernichten können, sodass der Kampf in doppelter Hinsicht nutzlos war, zum einen, weil überhaupt nichts tun mussten und zum anderen, weil ein Sieg ein ziemlich sichere Sache war.

Was die Klassenauswahl anbelangt, haben die Entwickler an den üblichen 3 Klassen festgehalten. Die Auswahlansicht bot zu diesen überhaupt keine Visualisierungen und keinerlei Textinformationen zu den verschiedenen Charakteren, wozu sie in der Lage waren und was sie unterschied. Einerseits könnte man dem Spiel zugute halten, dass es noch unvollendet ist und diese Dinge in der finalen Version enthalten sein könnten. Andererseits wird solche Information in einigen anderen R2Games-Spielen auch nicht geboten, sodass es keinen wirklichen Grund gibt, solche Hoffnungen zu hegen.

Unter der Maßgabe, dass es sich um einen Alphatest handelte, sah das Spiel bereits extrem fertig aus, abgesehen von ein paar fehlenen Dialogteilen und Übersetzungsproblemen. Das Spielerlebnis schien im Allgemeinen den Spielverlauf der anderen Titel nachzuahmen und wir können uns zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen, dass sich daran noch viel ändern wird, zumindest nicht, was die ersten 20 Levels anbelangt, durch die wir uns gespielt haben.

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Im Vergleich zu den anderen Spielen, war diesmal das lohnenswerteste Feature des Spiels seine Qualität der tatsächlichen Grafiken. Das Hintergrundartwork, dast im Wesentlichen aus einer statischen, isometrischen Karten besteht, auf der man sich bewegt, sah toll aus. Die Hintergründe waren zwar auch den den anderen Spielen bereits gut gemacht, aber in Shadowbound wirkte das Ganze, als hätten siedie Ansprüche noch ein bisschen hochgeschraubt. Die traf unso mehr auf die Charakter-, NPC- und Monstermodelle zu, die unendlich viel besser als in ähnlichen Spielen des Publishers aussahen. Sie passten nun viel besser zu den Hintergründen, was eine auffällige Verbesserung war.

Auch Musik und Soudn waren gar nicht so schlecht. Als wir einmal einen Wald betraten, hatte die einsetztende Musik auf jeden Fall etwas von Final Fantasy, was durchaus positiv gemeint ist.

Und das Gameplay? Nun, das Spiel ist den anderen Titeln, die wir bereits gespielt haben, einfach viel zu ähnlich. Es ist viel zu sehr automatisiert und wir fühlten uns während der gesamten Geschichte fallen gelassen. Das meiste davon haben wir einfach verpasst, denn die Geschwindigkeit, mit der die NPCs sprechen und durch den Dialog hetzen ist manchmal einfach zu hoch, um etwas aufnehmen und Schritt halten zu können.

Wenn ihr diese Art Spiele mögt, dann werdet ihr Shadowbound sicherlich lieben, denn es behält dieselbe Erfolgsformel bei und ist in grafischer Hinsicht deutlich verbessert und formvollendeter.