Truck Nation im Spieltest

Truck Nation - Review - Thumpnail
6.5 Overall Score
Grafiken: 8/10
Performance: 6/10
Gameplay: 6/10

Großartige Grafiken | intuitives Layout | viele Features.

Performance-Probleme | sich wiederholende Inhalte | öde Thematik.


Am vergangenen Wochenende haben wir uns Truck Nation angesehen, den neuen Strategie-MMO-Titel von Travian Games & Bright Future, dem Team, das auch hinter Rail Nation steht. Im Spiel übernehmen die Spieler die Kontrolle über ihr eigenes Transportunternehmen und sich für das Anheuern von Fahrern und das Kaufen von Trucks verantwortlich, um Güter zwischen Städten auf einer lebensnahen erupäischen oder deutschen Karte zu transportieren.

Wir haben uns das Spiel für ein paar Stunden angesehen und einen tieferen Einblick in einige der vielen Systeme verschafft, die dieses featureträchtige Spiel ausmachen. Es ist über den Internetbrowser und auch über Mobilgeräte zugänglich, sodass zum potenziel idealen Spiel für unterwegs wird.

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Nun müssen wir der Ehrlichkeit halber zugeben, das die Ausicht, ein Spiel zu spielen, in dem mane in LKW-Fahrer ist, uns nicht gerade mit unserem gewöhnlichen Enthusiasmus erfüllt hat. Es scheint eine ziemlich profane Thematik für die Etwicklung eines Spiels zu sein; möglicherweise wird es einige Liebhaber für Trucksimulatoren geben, aber ein Spiel, das sich um die Verwaltungs-/ logistische Seite der Dinge dreht, klang irgrndwie öde. Aber ganz professionell haben wir uns ins Spiel begeben, um herauszufinden, wie es ist und es für sich genommen zu beurteilen.

Der grafische/ illustrative Stil sprang uns direkt ins Auge, durch die schrullig aussehende Charakter nahmen wir an, das sich das Spiel möglicherweise selbst nicht unbedingt zu ernst nimmt und etwas fröhlicher ist, aber diese Missinterpretation wurde während des Tutorials aufgeklärt. Das Tutorial war lang und wirklich öde; es war eine Plackerei Schritt für Schritt durch die Features geführt zu werden, denn wir wurden mit Details zu jedem Feature im Spiel überhäuft und wir hatten anfänglich das Gefühl, das es VIEL neue Dinge gibt, die man aufnehmen muss. Tatsächlich ist das Spiel jedoch ziemlich simpel (im Guten oder Schlechten) und was anfangs kompliziert erschien, ebnet sich nach ungefähr 20 Minuten des Spielens ein.

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Zu Spielbeginn hatten wir die Wahl zwischen einer großen Europakarte, auf der wichtige Schlüsselstädte in jedem Land verteilt waren, die man als seine Heimatstadt und seinen Startpunlkt wählen konnte. Da die Unternehmen hinter diesen Spiel deutsch sind, können die Spieler sich auch für einen deutshcen Server entscheiden, wo sie auf einer größeren, detaillierteren Deutschlandkarte spielen können. Wir haben uns für Europa entschieden und begannen in Liverpool (die Stadt, die uns im wahren Leben am nächsten ist). Und wieder einmal "litten" wir unter demselben Schicksal, das uns normalerweise in Spielen ereilt, in denen unsere Heimatstadt als Startort verfügbar ist, und begannen wieder in einem ziemlich schwach besiedelten Gebiet. Die Region wurde von einer als "The Pool" bekannten Spielergesellschaft kontrolliert, die sich jedoch noch nicht viel weiter als über den Liverpoolbereich und die umliegenden Städte ausgedehnt (als "Liverpool-Nord", "Liverpool-Ost" und "Liverpool-Süd" bezeichnet, statt der Namen der Städte, die dort tatsächlich in der Nähe liegen). Das Gesellschaftssystem ist interessant, die Spieler haben die Wahl, entweder allein zu spielen und einfach zu versuchen, an die Spitze der Einzelrangliste zu kommen, indem sie mehr Prestige erlangen als andere Spieler, oder sie können sich einer Gruppe von bis zu 25 Spielern anschließen und eine Gesellschaft gründen und daran arbeiten, Gebiete auf der Karte unter ihre Kontrolle zu bringen und Siegpunkte zu erzielen, um zu versuchen einen Gesellschaftsieg zu erringen.

Wir würden recht früh und unerwartet in "The Pool" eingeladen, was allerdingskaum überraschend ist, da das Gebiet, wie gesagt, wenig frequentiert ist, sodass sie zweifellos jeden Streuner und Landstreifer aufnehmen würden, der dieses Gebiet als Startpunkt wählt. Zwar bietet der Anschluss an eine Gesellschaft viele Vorteile, aber wir lehnten höflich ab, da wir nur kurzzeitig spielten und es nicht fair erschien, einen der begrenzten Plätze einzunehmen und ihren Siegfortschritt zu behindern. Das ist eines der Dinge, die wir an dem Spiel wirklich mögen, wie es für Travian Games typisch ist, gibt es ein tatsächliches Endspiel. Das Spiel ist in Runden unterteilt, die jeweils 12 Wochen dauern, wobei die Spieler mit dem meisten Prestige und/ oder Siegpunkten die Runde gewinnen, und die letzten beiden Spielwochen ein "aufregendes Endspiel" sind, um einen verrückten Wettlauf zur Ziellinie entstehen zu lassen.

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Also zu den Features. Das generelle Prozere besteht darin, Fahrer anzuheuern (man beginnt mit 3, aber wenn man sein Logistikgebäude ausbaut, kann man mehr Fahrer in seine Angestelltenliste aufnehmen), Trucks zu kaufen, sie zu verbessern und dann Aufträge zu wählen, die sie ausführen sollen. Die Aufträge bestehen darin, Dinge von einer Stadt in eine andere zu transportieren, die Güter, die man transportieren kann, hängt von der Aufliegerart ab, die mit dem Truck verbunden ist (man kann alle kaufen, die einem fehlen), sowie vom Führerschein des Fahrers. Die Spieler sind anfangs darauf beschränkt, nur Aufträge in ihrer Heimatstadt und den umliegenden Nord-/ Ost-/ Süd-/ Westgegenstücken zu erfüllen, erhalten jedoch langsam Zugang zu anderen Städten, um lukrativere Auftragsangebote zu erhalten. Das ist allgemein das Wesentliche des Spiels.

Wie in vielen Spielen dieser Art müssen die Spieler ihre verschiedenen Ressourcen (in diesem Fall Dollar, Platin und Forschungspunkte) verwalten, um voranzukommen, aber auch ihre Zeit, denn es dauert alles Minuten, Stunden oder sogar Tage, um einen einzelnen Austrag auszuführen oder eines der Gebäude in seinem Truckdepot (siehe unten) auszubauen, usw. Wegen der Natur des Spiels sind wir ständig auf rote Ampeln gestoßen (verzeiht das Wortspiel), weil wir alles getan hatten, was wir tun konnten, und darauf warteten, das die Aktionen fertig würden. Dies bedeutete, dass wir mehr als oft genug das Spiel einfach schließen und unserem Tagesgeschäft nachgehen mussten, was ziemlich üblich bei diesen Spielen ist, es aber schwer macht voranzukommen, um irgendetwas genauer auszuprobieren.

Von den Features, die wir uns angesehen haben, war die Idee, die hinter den Fahrer steckte, interessant: Jeder hat seine eigenen Attribute, die eine Reihe von Faktoren bestimmen, die Ausdauer z.B., wie lange er fahren kann, bevor er eine Pause benötigt, oder auch die "Risikobereitschaft", bei der wir uns nicht so ganz sicher sind, was sie darstellen soll, aber damit zusammenhängen könnte, dass die Spieler sich entschließen können, in größerem Maße illegale Güter zu transportieren, um eine zusätzliche Finazspritze zu erhalten, oder auch mit den Kartenmerkmalen wie der Umgang mit Ladungsinspekteuren. Polizei und Radarfallen und der Möglichkeit, Punkte auf seine Fahrerlaubnis und ein Fahrverbot zu erhalten. Wir hatten keine Möglichkeit, irgendeines dieser Dinge zu erleben, was eines unserer großen Probleme war: Die Geschwindigkeit des anfänglichen Spielverlaufs ist extrem langsam. Das Spiel sah großartig aus, war funktionell und schien gut gemacht zu sein (auch wenn wir ein paar größere Performance-Probleme hatten, die das Spiel verlangsamten, wenn wir mehrere Fenster offen hatten. Aber die allgemeine Thematik, die sowieso ziemlich öde war, zusammen mit der langsamen Geschwindigkeit... das war einfach nicht so spaßig, vielleicht kommt der "Fun-Faktor" ja mit dem PvP-Element, jedoch würden wir persönlich nicht lange genug dabei bleiben, um es zu testen.

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Die Dinge, die uns ein bisschen enttäuschten, waren das Truckdepot und der Forschungsbaum. Das depot war im Grunde ein Stück Land mit einem Dutzend Gebäude darauf, die wir kontrollierten. Diese boten eine ständiege Geld-, Platin- (Echtgeldwährung), Prestige- und Forschungspunkteinnahmequelle oder verbesserten Features und ermöglichten z.B. mehr Fahrer für sein Team anzustellen oder einen größeren Fahrerpool zu haben, aus dem man wählen konnte. Man konnte immer nur ein Gebäude ausbauen (2 wenn man einen Plus-Account besitzt) und dann bekommt man mit jedem Upgrade einfach nur mehr von der Ressource/ der Verstärkung, die sie boten - sehr einfach und ziemlich langweilig. Der Forschungsbaum war eine Enttäuschung, man kann in ihn Forschungspunkte investieren, um Zugang zu neuen Truck und ihren entsprechenden Geschwindigkeits-/ Beschleunigungs-/ Wirtschaftlichkeitstechnikupgrades zu erlangen(die dann alle noch einzeln gekauft werden mussten). Zwar sind 47 Trucks erhältlich, jedoch werden sie durch einen extrem linearen Prozess zugänglich, mit scheinbar nur wenigen Abweichungen vom Fortshcrittspfad. Allerdings konnten wir uns nicht die oberen Stufen des Forschungsbaums ansehen, sodass wir nicht wissen, ob sich dies im Spiel später ändert, aber wenn Rail Nation als Beispiel herangezogen werden kann, dann wahrscheinlich nicht.

Insgesamt war das Spiel nicht furchtbar schlecht, es ist ein Gelegenheitsspiel, das ständiges Engagement erfordert und im Vergleich zu anderen Spielen dieser Art, die es auf dem Markt gibt, sah es gut aus und wir finden, dass die Entwickler/ Publisher immer ein recht gutes Produkt liefern. Bei dem öden und viel zu simplen Features sowie der alles andere als aufregenden Thematik des Gütertransports, sind wir jedoch nicht sicher, ob das Spiel ein sehr spezielles Nischenpublikum anspricht, wozu wir einfach nicht gehören.