Kingdom Rift im Spieltest

Kingdom Rift - Review - Thumpnail
5.5 Overall Score
Grafiken: 6/10
Gameplay: 5/10
Sound: 6/10

Wundervolle Umgebungsgrafiken, die eine lebendige, aufregende Welt entstehen lassen.

Fügt diesem bereits ermüdeten Genre nichts Neues hinzu.


Letzte Woche haben wir uns Kingdom Rift, die neuste Veröffentlichung von R2Games, angesehen. Zu allererst wollten wir wissen, ob dieses neue MMORPG irgendetwas anderes als das übrige Portfolio des Unternehmens zu bieten hat oder ob es wieder nur eine andere Version in neuem Gewand mit ähnlichen Features ist (was bei ihrem Publikum extrem erfolgreich ist, wie wir zugeben müssen).

Kingdom Rift - news


Beim Einloggen ins Spiel, wurden wir von einer Bildschirmansicht begrüßt, die 3 Klassen bot, einen Nahkämpfer, einen Fernkämpfer und einen Zauberer... und wir dachten sofort: "Ah ja, sieht so aus, als würden wir so ziemlich genau die Art Spiel bekommen, wie es gewöhnlich bei R2Games der Fall ist."

Das Spiel war, wie immer, eine ziemlich automatisierte Angelegenheit: Der eigene Charakter rennt von NPC zu NPC, nimmt Quests an, kämpft sich durch ganze Horden von Feinden, die ihm kaum eine Schramme zufügen, erbeutet dutzendene Gegenstände, von denen wir nicht die geringste Ahnung hatten, wofür die sind, und hetzt durch die Levels, als würden sie aus der Mode kommen. Wieder einmal erprobt und merkwürdigerweise extrem erfolgreich.

Für Kingdom Rift haben die Entwickler sich entschieden, dem Ganzen eine Kampfmechanik zu verpassen, die etwas mehr im Diablo-Stil ist, sodass man sich durch NPCs in der lebvendigen offenen Welt schlägt, statt in instanzbasierten Schlachten Formationen, usw. zu nutzen. Allerdings war der standardmäßige "BR"-Wert immer noch sehr dominant, mit jedem Gegenstand, den man erhält, jeder Stufe, die man aufsteigt, jeder Fähigkeit, die man freischaltet, und jedem Upgrade oder jeder Göttin, die man rettet, steigt der eigene BR-Wert.

Kingdom Rift screenshot (1) Kingdom Rift screenshot (3) Kingdom Rift screenshot (5) Kingdom Rift screenshot (6)


Bei unserem 20-minütigen Spieltest haben wir es geschafft, uns durch 25 Inhaltslevel zu spielen (wo allerdings die tätsächliche Stufenobergrenze liegt, wissen wir nicht), wodurch nach und nach die verschiedensten Features zugänglich wurden, Belohnungs-Pop-ups und andere Mechaniken. Wie immer drängt sich dabei die Frage auf, warum machen sie das überhaupt? Der Stufenaufstieg geht so schnell, warum gibt man dann nicht von Anfang an Zugang zu allen Kernfeatures, denn man ist die erste Stunde im Spiel sowieso mit Quests beschäftigt, bevor man sich diesen anderen Features widmet.

Das Spiel dreht sich um den Klassiker, ein Reich in Gefahr, man selbst ist der Auserwählte und der Einzige, der das Königreich vor der ansoluten Vernichtung bewahren kann. Ganz im Ernst, die handlungsgesteuerten Elemente scheinen gar nicht so schlecht zu sein, die Dialoge sind zumindest gut übersetzt (was wir von allen R2Games-Titeln sagen können) und insgesamt ist der Anblick des Spiels wie immer recht beeindruckend durch einfallsreiche, Hintergründe und Umgebungen, in die man eintauchen kann. Was uns anbelangt, haben wir auch nie mit dem eigentlichen RPG-Element des Spiels ein Problem, sondern haben eher das Gefühl, dass die automatisierten/ AFK-Features eher vom Spiel ablenken.

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In diesem Fall rannte unser Hauptcharakter (übrigens ein Krieger) automatisch von Ort zu Ort und tötet haufenweise Feinde und die einzige Interaktion, die von uns gefordert war, das ein Buttonklick, um unsere Belohnungen zu akzeptieren, die uns bei allem, was wir taten, sprichwörtlich hinterher geworfen wurden. Die Spieler können den Kampf ausschalten, aber wie wir in unserem Gameplay-Video erwähnen, scheint das ziemlich sinnlos zu sein, denn der Kampf ist nicht besonders anspruchsvoll oder taktisch oder, wenn wir ehrlich sind, unterhaltsam... also warum sollte man?

Es fühlt sich immer so an, als seien die frühen Spielstufen dazu da, dass man sie schnell hinter sich bringt, und mit dem kompletten AFK-Feature kann man seine Spieler inmitten von ständig  neu auftauchenden Feinden stehen lassen, die sie immer wieder und immer wieder töten, bis man das AFK-Feature deaktiviert. Die meisten Feinde im eigenen Levelbereich fügen zwar genügend Schaden zu, um eine echte Bedrohung zu sein, aber das AFK-Feature ermöglicht einem festzulegen, wann Heilungs- und magische MP-Erneuerungstränke angewendet werden sollen. Die Frage ist... wo ist dabei das Gameplay?

Nichtsdestotrotz, Kingdom Rift ist unserer Meinung nach sicherlich eines der besseren MMORPGs, die R2Games herausgebracht hat. Und ihr werdet es lieben, wenn ihr diese automatisierten MMO-Spiele mögt. Bald werden wir auch ein umfassendes Profil und einen kommentiertes Gameplay-Video der ersten Eindrücke veröffentlichen, also blaibt uns gewogen, wenn ihr mehr erfahren möchtet.