Exklusiver Spieltest: Die Closed-Beta von Swordsman

Swordsman - Review - Thumpnail
7 Overall Score
Gameplay: 7/10
Sound: 6/10
Grafiken: 7/10

Interessante Option, die verschiedene Stuerungsmöglichkeiten bietet | breite Auswahl verfügbarer Klassen/ Schulen

Abgedroschene Story, geringe Charakteranpassungsmöglichkeiten, leicht veraltete Grafiken


Mit dem heutigen Open-Beta-Start, haben wir diese Spielbewertung von Swordsman für euch, das wir kürzlich ausprobieren durften. Dieser von Perfect World publizierte Titel ist ein kostenlos spielbares Action-MMORPG mit Kampfkunstthematik, das im alten China angesiedelt ist. Die Spieler sind die Hauptprotagonisten eines sich entfaltenden Handlungsbogens, der sich nach einem Massaker in ihrem Heimatdorf entspinnt.

Swordsman - Review - Image

Mit seinen 10 unterschiedlichen Kampfkunstschulen, denen sich der Spieler anschließen kann, die jeweils eine andere Klasse bietet, die den Kampfkunst-/ Kampfstil bestimmt, bietet das MMORPG eine Mischung aus Fantasy und chinesischer Mythologie, die sich auf die Wuxia-Kultur stützt, bei der die Kampfkünstler zu Aktionen fähig sind, die physikalische Gesetzmäßigkeiten außer Acht lassen (Crouching Tiger, Hidden Dragon). Das Spiel befindet sich derzeit im geschlossenen Betatest, sodass wir bei einem Blick hinter die Kulissen einen Eindruck davon erhalten konnten, was es zu bieten hat.

Nach dem Einloggen, werden die Spieler sofort mit der Charaktererstellungsansicht begrüßt, wo sie zwischen einem männlichen und weiblichen Charakter wählen, dessen Erscheinung festlegen und ihm einen Namen geben. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Optionen, um das Erscheinungsbild zu verändern, u.a. eine Möglichkeit, die Körperproportionen des Charakter einzustellen, sowie eine Auwahl vorgefertigter Frisuren, Gesichter, detailierter Züge, usw.

Dennoch kam die Charakteranpassung in Anbetracht des Genres etwas kurz, denn die Spieler können lediglich einen Menschen spielen. Bei einem MMORPG hätten wir deutlich mehr Optionen erwartet, als uns gegeben wurde, um unseren Charakter personalisieren zu können. Dies war aber leider nicht der Fall, schlimmer noch: viele der verschiedenen Möglichkeiten waren sich so ähnlich, dass wir kaum einen Unterschied ausmachen konnten.

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Wir haben also unseren weiblichen Charakter erstellt und ihn "Portman" genannt, in Anlehnung an die wunderbar talentierte Natalie Portman, wegen des Schönheitsfleck auf der Wange, den wir unserem Charkter bei der Erstellung verpassen konnten. Danach machten wir uns auf ins Spiel.

Wir übersprachen die Filmszene und begannen unser Leben an einem Strand, wobei wir die erste Sache entdeckten, die uns aufmerksam werden ließ: ein Kontrollsystem: Es gibt 3 verschiedene Möglichkeiten, seinen Charakter mit der Maus und Tastenkombinationen zu steuern: Swordsman Classic, Traditionell 3D und Action, sodass man das Spiel in Abhängigkeit seinen eigenen Vorlieben auf 3 verschiedene Arten spielen kann, was wir sehr interessant fanden. Die Spieler sind an ihre Wahl nicht gebunden und können sie in den Einstellungen ändern, um unterschiedliche Varianten auszuprobieren und zu sehen, welche ihnen am besten liegt.

Das Spiel beginnt sofort im Missionsmodus und wir sprachen mit einem weinenden Mädchen, das berichtete, dass das Dorf gerade von Angreifern überfallen wird, woraufhin sich unser Handlungsbogen entfaltet und wir die Grundlagen der Steuerung erklärt bekommen.

Die Grafiken sind ganz nett, aber weit entfernt davon so detailreich zu sein, wie sie sollten, in Anbetracht der Generation kostenloser Onlinespiele, die wir heutzutage zu sehen bekommen. Umso mehr, da sie schlechter sind als bei Perfect Worlds anderen MMORPG Neverwinter. Die Oberflächentexturen sind flach und der Verschwommenheit in der Ferne sieht eher aus, als wollte man grafische Intensität einsparen als irgendeinen interessanten Effekt erzielen (anders als bei Spielen wie Black Desert Online).

Der Kampf war etwas öde, in Anbetracht der Anfangslevel, die wir spielten, lässt sich jedoch schwer sagen, wie es beim späteren PvE und PvE aussieht. Unser erster Eindruck war jedoch, dass er etwas langsam und plump ist. wir bahnten uns unseren Weg durch die Angreifer, bis der Hauptbösewicht der Handlung vor uns auftauchte. Es folgte eine Filmeszene und dann flohen wir aus dem Dorf, wobei wir weitere Angreifer mit dem Schwert niedermetzelten, das wir vom Dorfältesten erhalten hatten (worauf es scheinbar der Oberschurke abgesehen hatte). Als wir gerade aufbrechen wollten, stellte sich uns eben dieser in den Weg. Unser Ende schien nah, hätte nicht ein tapferer, unbekannter Held die Bühne betreten, um ihn zu vertreiben und uns zu retten.

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Danach sind wir in der Startstadt wieder aufgewacht und wurden über ein Treffen informiert, bei dem der große Böse anwesend sein könnte. Danach liefen wir von NPC zu NPC und führten sinnlose Plauderein, die einfach nicht dasselbe Actiongefühl verbreiteten wie bei der Eröffnung von Neverwinter. Eine plumpe Begegnung mit den großen Bösewicht wurde abermals durch einen Ritter in glänzender Rüstung beendet, die ein weiteres Mal auftauchte und uns erzählte, dass wir mit ein bisschen Training vielleicht eine Chance im Kampf gegen den Schurken haben würden (zum Erstaunen unseres Charakters).

Unser "Training" bedeutete im Grunde, verschiedene NPCs aufzusuchen, um sich einer der unterschiedlichen Kampfkunstschulen anzuschließen, sofort 3 Fertigkeiten zu erwerben und plötzlich bereit zu sein, es mit dem Schurken aufzunehmen. ein Mini-Showdown auf dem Hauptplatz der Stadt (der sich ganz ehrlich ziemlich unpassend und total unsubtil anfühlte) führte zu einer Filmszene mit einer Verfolgungsjagd über die Dächer, aus der Stadt in den Wald hinein und an einen anderen Ort, wo wir eine weitere Begegnung mit dem Kerl hatten, der nicht wirklich einen großartigen Kampf ablieferte, sondern durch das Auftauchen eines weiteren NPC als Retter in der Not entkam.

Insgesamt fühlte sich die Story zu abgedroschen an, die Grafiken ein bisschen altbacken, der Kampf ein bisschen grundlegend und nicht gerade besonders inspirierend. Unser erster Eindruck hinterließ das Verlangen nach mehr, jedoch nicht notwendigerweise im positivem Sinne, wir hatten einfach das Gefühl, dass nicht viel herüberkam. Dennoch ist Swordsman bei weitem nicht das schlechteste MMORPG, das wir jemals gespielt haben; es braucht lediglich etwas mehr Arbeit oder wird hoffentlich in den späteren Levels viel mehr zu bieten haben.

Falls ihr mehr zum Spiel erfahren wollt, schaut euch unser Profil an, das ihr über den INFO-Button unten erreicht, sowie unser Gameplay-Video der ersten Eindrücke.