Exklusive Review: Godsrule

Godsrule review - thump
6 Overall Score
Grafiken: 6/10
Gameplay: 6/10
Sound: 6/10

schöner Grafikstil | Schlachten in Echtzeit

einige Bugs | das Ausgeben echten Geldes macht das Spiel viel einfacher und schneller

Godsrule ist ein interessantes, neues Strategie- & Management-Browserspiel, das von Gogogic entwickelt wurde und versucht, das Genre zu erneuern, indem es ein qualitativ hochwertiges Echtzeit-Strategie-Kampfsystem und Grafiken auf Client-Niveau bietet. Wir hatten kürzlich die Gelegenheit, es auszuprobieren und wollen natürlich unsere Eindrücke mit euch teilen.

ERSTE SCHRITTE

Da es sich um ein Browserspiel handelt, ist der Registrierungsprozess einfach und schmerzlos und man muss nichts herunterladen. Außerdem kann man bereits vor der Registrierung auf "play" klicken und das Kampfsystem des Spiels in einer kurzen Tutorialschlacht testen. Und wenn man zu jenen gehört, die es hassen, die verschiedenen Felder im Anmeldeformular auszufüllen, kann man auch seinen Facebook-Account für eine schnelle Registrierung nutzen.

Nach dem kurzen Tutorialkampf muss man seinen Namen und eine der beiden erhältlichen Fraktionen wählen: die menschliche Rasse, die sich den alten Göttern angeschlossen haben und sich Bewahrer des Alten nennt, oder die Seelen der Himmelfahrt, eine Koalition aus Elfen, Dämonen und Riesen, die sich für die Seite der neuen Götter entschieden haben. Jede Fraktion hat ihre ganz eigenen Einheiten und Zauber, ansonsten unterscheiden sie sich im Grunde aber kaum.

Godsrule screenshot 7

DAS DORF

Sobald man das kurze Tutorial beendet hat, wir man in sein Dorf entlassen, wo man eine Reihe grundlegender Gebäude vorfindet. Das Dorf stellt den Management-/ Aufbauteil des Spiels dar; dort bereitet man seine Strategie vor, kümmert sich um seine Bevölkerung und bereitet sich auf den Kampf vor. Dieser Teil von Godsrule entspricht so ziemlich dem Standard, wenn man bereits andere Management- und Stadtaufbau-Browserspiele gespielt hat.

Man beginnt grundsätzlich mit einem kleinen, unentwickelten Dorf und nur wenigen Anfangsgebäuden und muss dieses erweitern, indem man mehr Häuser und Strukturen errichtet und sie verbessert. Es gibt viele erhältliche Gebäude zu unterschiedlichen Zwecken im Spiel, die Vorteile verschaffen und weitere Spielelemente wie neue Gebäude und Einheiten freischalten. Durch das Verbessern der Kasernen werden immer mehr Basiseinheiten freigeschaltet, während der Bau eines Tempels einem das Anheuern von Spezialeinheiten mit besonderen Kräften und Fähigkeiten ermöglicht.

Um neue Strukturen zu errichten, braucht man verschiedene Ressourcen. Diese kann man durch Produktionsstätten wie die Mine, das Sägewerk, die Farm und der Steinbruch erhalten oder als Belohnung nach einer siegreichen Schlacht bekommen. Zu Beginn gibt es im Dorf, das von Bäumen umgeben ist, nur begrenzten Platz. Man kann den Wald unter Verwendung von Ressourcen und Zeit abholzen und hat so die Chance, verborgene Ruinen zu finden. In diesen sind Monster, die eine gute Gelegenheit für einen Kampf sind und einen mit einer anständigen Menge an Ressourcen und XP belohnen.

Leider sind die Produktions- und Bauzeiten für Strukturen und Einheiten, mit Ausnahme der absolut grundlegenden Dinge, meist sehr lang. Man kann jedoch sofort produzieren/ bauen/ upgraden und ohne Ressourcen zu verbrauchen, indem man Orbs einsetzt (die Premiumwährung im Spiel).

Zu Anfang scheint dies auch kein Problem zu sein, wenn jedoch weiter fortgeschritten ist im Spiel, kann das lange Warten beim Bauen/ Reformieren der Armee nach jeder Schlacht ziemlich langweilig werden und man könnte in Versuchung kommen, mehr Orbs zu kaufen. In der ersten Phase des Spiel erhält man einige, sodass man ausprobieren kann, wie die Premiumwährung bei einem selbst funktioniert.

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ZEIT ZU KÄMPFEN

Die Schlachten sind der wirklich einzigartige Teil des Spiels und lassen es aus dem Genre hervorstechen. Auf die Kämpfe hat man auf 3 unterschiedliche Arten Zugriff. Erstens von den Kasernen aus mit dem "Kreaturenkampf". In dieser Art des Kampfes muss man es mit Monstern aufnehmen und wird im Falle eines Sieges mit Ressourcen belohnt. Dieser Kreaturenkampf ist auch in den Ruinen erhältlich, die beim Fällen des Waldes gefunden werden können. Und schließlich ist die letzte Art des Kampfes über den Hafen zugänglich und wird gegen andere Spieler in verschiedenen Regionen der Spielweltkarte ausgetragen, die beim Voranschreiten im Spiel freigeschaltet werden. Eine Fraktion kann die verschiedenen Regionen erobern (und Boni erhalten), indem sie mehr Matches als die gegnerische Fraktion gewinnt. Aber lasst uns genau schauen, wie das Kampfsystem funktioniert.

Wenn man sich einem Kampf anschließt, gelangt man in eine quadratische Arena mit einem oder mehreren Relikten zum Erobern (verschiedene Einheiten haben unterschiedliche Kanalisierungszeiten, um sie einzunehmen), um das Spiel zu gewinnen. Der eigene Spawn-Punkt ist in einer Ecke der Karte, von dort aus kann man jede Einheit herbeirufen, die man zuvor im Hafen ausgewählt hat und nun am unteren Bildschirmrand zu sehen sind. Man kann mit einem Rechtsklick eine oder mehrere Einheiten gleichzeitig auswählen und bewegen, genau wie in einem clientbasierten RTS-Spiel. Jede Einheit hat eine bestimmte Angriffsreichweite, die durch einen orangefarbenen Kreis angezeigt wird, um einem die taktischen Entscheidungen in der Hitze des Gefechts zu erleichtern. Außerdem besitzt jede Einheit ihre eigenen Attribute, wie Angriff, Geschwindigkeit, Kanalisierungsgeschwindigkeit und Leben, und ist in manchen Situationen besser. Man muss als selbst die richtige Einheit für die richtige Aufgabe wählen, was den Taktikmöglichkeiten mehr Tiefe verleiht.

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Außerdem wird man für das Halten von eingenommenen wichtigen Punkten mehr Einheiten herbeirufen. Zusätzlich sind Kisten auf dem Schlachtfeld verteilt, die einem Boni unterschiedlicher Art gewähren. Während man in den PvE-Schlachten lediglich die Monster besiegen und die Relikte einnehmen muss, muss man sich in den PvP-Schlachten den gegnerischen Spielern stellen, die versuchen werden, die Relikte ebenfalls zu beanspruchen.

Die Schlachten sind ziemlich rasant und dank der gut gemachten Animationen der Einheiten nett anzusehen. Allerdings reagiert die Steuerung oft schlecht und es kann schwer werden, seine Einheiten schnell das tun zu lassen, was man möchte. Manchmal bleiben sie auch in bestimmten Animationen stecken oder stehen einfach still, ohne auf die feindlichen Angriffe zu reagieren. Diese Bugs sind sicherlich kein Todesurteil für das Spiel, können aber in Anbetracht der Tatsache, dass der Aufbau neuer Einheiten nach der Schlacht Ressourcen und Zeit kosten, ziemlich ärgerlich sein.

GRAFIKEN UND SOUND

Die Grafiken sind eine der Stärken des Spiels. Sie sind im Cartoonstil und farbenprächtig, ohne zu kindlich zu sein. Im Dorf kann man jedes Gebäude mit kleinen Animationen wie davor arbeitenden Leuten und anderen netten, kleinen Details sehen. Die Hintergründe sind ebenso nett, allerdings scheint es, als hätten die Entwickler dabei nicht den gleichen Aufwand betrieben wie beim Rest. Die Schlachten sind extrem gut animiert und es ist eine Freude, die Kreaturen beim Kampf zu sehen.

Für ein Browserspiel dieser Sorte hat Godsrule überraschenderweise auch einen Sound und, obwohl die Effekte ziemlich einfach sind, sie sind gut gemacht und nett - einfach viel besser als langweilige Stille.

Godsrule screenshot 1

SCHLUSSFOLGERUNGEN

Godsrule will ein paar Innovationen in ein Genre voller Klone bringen, die immer mehr dasselbe bieten, und versucht dies mit rasanten PvE- und PvP-schlachten in Echtzeit und ansprechenden 2D-Grafiken. Wir denken, dass wenn man das Genre mag, man über die Schwachpunkte wie einige Bugs und die langsame Progression (wenn man nicht bezahlen möchte) hinwegsehen kann. Der Aufbauteil ist nichts wirklich Innovatives, aber auf jeden Fall gut gemacht, und die Schlachten sind fesselnd und unterhaltsam.