Exklusiv im Spieltest: Herokon Online

Herokon Online - Thumpnail
6.5 Overall Score
Grafiken: 7/10
Gameplay: 7/10
Sound: 5/10

Exzellente Browsergrafiken

Auf den interessanten Tutorialquest folgen typische, langweilige, profane Anfangslevelquests


Wir haben uns kürzlich Herokon Online angesehen, das neue Fantasy-RPG von Entwickler und Publisher Silver Style, das sich derzeit im offenen Betatest befindet. Im Spiel können die Spieler ihren eigenen Helden steuern, eine magische Welt erkunden, auf Abenteuersuche gehen und ihre eigene, epische Saga schaffen. Das Spiel ist komplett kostenfrei spielbar und kann nach einer kurzen Anmeldung direkt im Internetbrowser ohne eine Clientdownload gespielt werden.

Herokon Online screenshot 1


Wir haben das Spiel zum allerersten Mal ausprobiert und erhielten zunächst einen schnellen Überblick über die verschiedenen vorhandenen Rassen und Klassen. Man kann aus 3 Rassen - Mensch, Elf, Zwerg - wählen, von denen je 3 einzigartige Klassen bietet, die von Nah- bis Fernkämpfer reichen. Für unseren Helden entschieden wir uns für den Zwerg-Geoden, der mit zerstörerischer Erdmagie seine Feinde bezwingen kann.

Die Spieler kann ihre Charaktere weiter anpassen, indem sie sich für einen männlichen oder weiblichen Charakter entscheiden, aus verschiedenen vorgefertigten Gesichtanpassungsoptionen wie Harrfarbe, Frisur, Nase, usw. wählen und ihren Charakter einen Namen geben. Bei dieser Art Spiel kann man so oft nur aus einer Handvoll vorgefertigter Gesichter wählen, sodass wir es als angenehm empfanden, wenigstens auf niedrigem Niveau Details anpassen zu können.

Als wir die Spielwelt betraten, fielen uns die Grafiken ins Auge, die großartig sind: komplett illustrierte Umgebungen, die der Welt wirklich ein ikonenhaftes RPG-Gefühl verschaffen sowie ansprechende, detaillierte Charaktermodelle mit akkurater, sehr realistischer Bewegung. Das Spiel wird mit einem Filmtrailer eröffnet, den wir zum Zwecke unseres Gameplay-Videos übersprangen, der dem Spieler aber scheinbar eine grobe Vorstellung der Handlung geben soll und von einem Fluch berichtet, mit dem der eigene Charakter belegt ist (darauf spielt später ein Oger-NPC an, auf den man trifft).

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Unsere erste Aufgabe bestand darin, einen Kobold zu vertreiben, der 2 Kinder angriff und zu einer Horde gehörte, die eine reisende Gruppe überfiel. Dabei stellten wir fest, dass die Steuerung relativ simpel ist: Mit der linken Maustaste wählt man sein Ziel und klickt dann ein weiteres Mal, um anzugreifen. Mit den Zahlentasten kann man zwischen den verschiedenen Angriffen wechseln, die dem Charakter zur Verfügung stehen.

Der Kampf war in diesem Anfangslevel ein bisschen zäh und bot nicht gerade die inspirierendste Filmszene, sodass wir hoffen, dass die Angriffe mit steigender Charakterstufe wesentlich eindrucksvoller werden. Nachdem wir die Kobolde getötet hatten, mussten wir die Kutsche finden, die sich uns in der nächsten Bildschirmansicht präsentierte, und nach der älteren Schwester der Kinder suchen, die sich nicht mehr bei der Kutsche befand.

daraufhin sprachen wir mit dem kleinen Jungen, der uns begleitete, und es öffnete sich ein kleineres Fenster mit einer "Filmszene", als der Junge uns erzählte, was während des Angriffs geschehen war. Es handelte sich zwar nicht um einen echten Film, sondern lediglich um bewegte Illustrationen, die dem Spiel aber dennoch einen netten Touch verliehen, der so oft in dieser Art RPG verloren geht.

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Wir fanden die Schwester schließlich, wie sie vor einem Rudel Wölfe und Orks floh, das sie angriff, und schritten natürlich sofort ein, um es zu vertreiben. Sie erwähnte dann, dass ihr Pferd während des Angriffs in Panik geriet und davon stürmte und in die Fänge eines Oger geriet, der ihm den Schädel einschlug (die gerechte Strafe für seine Feigheit).

Dann wurden wir losgeschickt, den Oger in seinem Lager zu töten, was uns in Anbetracht der Tatsache, dass dieser eine Kreatur auf Level 23 und wir gerade mal Level 3 erreicht hatten, ziemlich aussichtslos erschien. Allerdings stellte sich dies nur als Anstoß für die weiterführende Handlung heraus, denn der Oger verschwand plötzlich und wir stolperten über mysteriöse Hinweise, die unser Interesse erweckten. So machten wir uns zur nächsten Stadt auf und gingen den Eskort- und "Geh und sprich mit..."-Quests aus dem Weg, um uns einfach in der Welt umzusehen und in eine andere Stadt zu gelangen.

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Insgesamt ist das Spiel grafisch sehr eindrucksvoll und es ist offensichtlich, dass man viel Mühe und Zeit in die Entwicklung der Handlung, der Kunde und Geschichte gesteckt hat, die für RPG-Liebhaber scherlich reichhaltig und immersiv genug sind, um die Welt zum Leben zu erwecken.